Praxistest Rollei C5i Carbon

Als Tech-Journalist und leidenschaftlicher Hobbyfotograf habe ich mir mal das „Rollei C5i Carbon“ etwas näher angeschaut. Mit einer Arbeitshöhe von knapp 157 cm, klappbaren Beinen und einer maximalen Belastbarkeit von 8 Kilogramm bietet das C5i Carbon eine gute Arbeitshöhe für “normalgroße” Menschen. Bei meiner Körpergröße von 2,3 m, stößt das Carbonstativ jedoch an seine Grenzen. Davon abgesehen, bietet das Rollei C5i durch seine Konstruktion aus vier Segmenten und drei Auszügen ist der Beindurchmesser recht groß gehalten, was zur hohe Stabilität gegenüber Verwindungen beiträgt.

Abmessung
Das Gewicht von 1,34 Kilogramm inkl. und das Packmass von 43,5 cm ist ok, auch wenn es hier sicherlich kleinere Bauformen an Markt gibt. Das Stativ verfügt über Spikes am unteren Ende seiner Carbonbeine, diese sind jedoch unter den gummierten Füßen versteckt, die sich leider nur recht schwer entfernen lassen. Was wiederum durch den Kraftaufwand beim Abziehen dazu führt, dass die Gummifüße im hohen Bogen durch die Gegend fliegen. Recht ungünstig, wenn man in der Natur oder bei Dunkelheit unterwegs ist, denn die Chance die Gummikappen wiederzufinden ist hier nicht all zu groß.

Das Gewicht von 1,34 Kg inkl. Stativkopf ist ebenso wie das Packmass von 43,5 cm okay. (Bild: Rollei)
Das Gewicht von 1,34 Kg inkl. Stativkopf ist ebenso wie das Packmass von 43,5 cm okay. (Bild: Rollei)

Einbeinstativ integriert
Zwei der drei Stativbeine besitzen eine Neoprenummantelung, was gerade zur kälteren Jahreszeit ganz hilfreich sein kann. Die Neoprenummantelungen lässt aber bei Bedarf über den integrierten Klettverschluss entfernen. Die Mittelsäule des Rollei C5i lässt sich zudem entfernen und als Einbeinstativ mit einer Arbeitshöhe von maximal 164,5 cm inkl. des Stativkopfes nutzen.

Das Stativ Rollei C5i Carbon im Praxistest. (Bild: Rollei)
Das Stativ Rollei C5i Carbon im Praxistest. (Bild: Rollei)

Die Einbeinstativ-Funktion kann überzeugen und das Einbeinstativ macht aufgrund des geringen Gewichts durchaus Spaß. Doch auch hier steckt der Teufel im Detail. Die Verschraubung des Beins an Stativschulter ist recht leichtgängig und könnte eine zusätzliche Sicherung vertragen. Die Stativbeine selber sind in drei Stufen mit automatisch einrastenden Verstellhebeln ausgestattet, die es erlauben den Beinanstellwinkel in drei Stufen zu sichern.

Stativkopf
Der mitgelieferte Stativkopf (Model Kugelkopf) macht einen guten Eindruck. Auch das Montieren der Kamera auf der Wechselplatte auf dem Kugelkopf geht einfach. Der Kugelkopf ist gut und weich in seiner Bewegung und lässt sich dank der drei verbauten Wasserwagen leicht einstellen.

Der mitgelieferte Stativkopf (Model Kugelkopf) macht einen guten Eindruck. (Bild: Rollei)
Der mitgelieferte Stativkopf (Model Kugelkopf) macht einen guten Eindruck. (Bild: Rollei)

Fazit:
Das Rollei C5i hat mich in seiner Carbon-Ausführung überzeugen können. Insbesondere das kleine Packmass und das geringe Gewicht haben mich bei dem Stativ für knapp 300,- Euro überzeugt. Denn anderes als bei meinem Manfrotto-Stativ, welches knapp 5 kg wiegt und das ich vorwiegend fürs Drehen von Videos einsetzte, macht sich das geringe Gewicht recht schnell positive bemerkbar und die kleinen Abmessungen erlauben auch das Verstauen im normalen Koffer, sodass es z. B. im Flieger mit aufgegeben werden kann und nicht umständlich im Handgepäck transportiert werden muss. Größter Kritikpunkt am C5i sind die Gummifüße, die sich nur mit trockenen Händen und viel Kraftaufwand abmachen lassen.

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