Ein Service-Versprechen II

Gruß von Alice (Foto: HanseNet)
Gruß von Alice (Foto: HanseNet)
Gruß von Alice (Foto: HanseNet)

Nach dem Ich letzte Woche, mein Service-Versprechen bei meiner Hamburgerfreundin per Fax angemeldet habe stelle ich heute fest, dass man so frei war, heute knapp 45 Euro von meinem Konto abzubuchen. Das ist doch mal ein Buchungsservice …

Auf meine Nachfrage teilte man mir bei der Hotline mit, man kein Fax bekommen. Die Mitarbeitern wollte, es aber direkt im System eintrage, sodass ich im nächsten Monat keine Grundgebühr zahlen muss. Ich bin mal gespannt …

Ein Service-Versprechen

Meine Hamburger "Freundin" Alice (Foto: Hansenet)
Meine Hamburger "Freundin" Alice (Foto: Hansenet)
Meine Hamburger „Freundin“ Alice (Foto: Hansenet)

Ja, Sie haben richtig gelesen. Seit Anfang April hat mein Hamburger Telekommunikationsanbieter ein Service-Versprechen ausgerufen. Der Anbieter will damit die Kunden vom eigenen Service überzeugen und verspricht, einen gestörten Anschluss binnen 24 Stunden zu entstören sowie einen neuen Anschluss binnen drei Wochen zu schalten. Schafft der Anbieter dieses nicht, so soll der Kunde einen Monat lang das Grundentgelt erstattet bekommen.

So weit so gut, meine hübsche Hamburger Freundin. Ich freue mich schon auf den grundgebührenfreien Monat! Denn Freitag bis Donnerstag, das sind fast 7 Tage bis zur Entstörung vergangen. Okay, dazwischen lang mit Samstag und Sonntag das Wochenende, aber denn noch hat es lange gedauert.

Aber was muss ich da hören… Ich muss das „Service-Versprechen“ bei meinem Hamburger Kommunikationsanbieter erst beantragen! Mann sollte doch eigentlich denken, dass ein solcher Prozess sich viel besser und schneller automatisch abwickeln lasse, statt das der Kunde, der eh schon schlechte Laune wegen des Ausfalls hat, ihn erst  beantragen muss.

Der Rückschlag

Mein Alice DSL-Router. (Bild: Hansenet)

Gestern scheint es noch so, als sei mein ADSL2+ Anschluss wieder in Ordnung. Doch dann entdecke ich, dass da etwas nicht so ganz stimmen kann. Denn die Geschwindigkeit meines DSL-Anschlusses ist nicht nur im Download, sondern auch besonders beim Upload stark zurückgegangen.

So ist es inzwischen nicht mehr möglich, dass sich mein IP-Telefon bei der IP-Centrex anmeldet. Obgleich das IP-Telefon derzeit einziger Nutzer der Internetverbindung ist und somit die gesamte Bandbreite des DSL-Zugangs zur Verfügung hat. Das IP-Telefon verliert immer wieder den Kontakt zum Server. Und sind wir mal ehrlich, so viel Bandbreite braucht SIP mit G.711 als Codec nun auch nicht.

Auch in der Ferne gut gebettet ruhen …

So "lecker" kann eine Duschkopf im Hotel sein. (Foto: Thorsten Claus)
So "lecker" kann eine Duschkopf im Niku-Hotel sein. (Foto: Thorsten Claus)
So „lecker“ kann eine Duschkopf im Niku-Hotel sein. (Foto: Thorsten Claus)

Ich bin dienstlich in der rheinischen Metropole Düsseldorf und hatte mir über den „Hotel Reservierungs Service“ ein preiswertes Hotel in der Landeshauptstadt gesucht. Doch was mich bei meiner Ankunft gegen 0:10 Uhr im zwei Sterne „Niku Hotel“ erwartet, verschlägt mir fast die Sprache. Leider hätte mir dieses eh nicht viel genutzt, da der Nachtwächter im Nachbarhotel, wo ich mir den Schlüssel abholen musste sicherlich überfordert gewesen wäre.

Es wird also eine ungewollt lange Nacht. Gegen 2:30 Uhr habe ich den Artikel zum ekel-Hotel fertig und auch ein paar Fotos aufs iPhone gebannt. Dazu bald mehr…

Ich bekomme IP-TV

Alter Fernseher (Foto: Wikipedia)
Alter Fernseher (Foto: Wikipedia)
Alter Fernseher (Foto: Wikipedia)

Oder doch besser „Never touch a running System“ als Titel? Als mein Hamburger DSL und Telekommunikationsanbieter mir vor ein paar Wochen plötzlich das Angebot machte, kostenlos sein IP-TV-Angebot zu nutzen, konnte ich nicht widerstehen.

Ich sagte JA und bekam kurze Zeit später eine Bestätigung für meine IP-TV-Bestellung.
Der 10. Juni 2009 sollte laut der Bestellbestätigung der Tag der Umschaltung werden.

Am 10. Juni 2009 sollte es dann soweit sein, mein Anschluss sollte auf “Alice-TV“ umgestellt werden. In dem Schreiben welches ich per E-Mail bekommen habe stand des weiteren dass es im Rahmen der Umstellung zu kurzzeitigen Ausfällen des Anschlusses kommen könne. Natürlich kam es zu Ausfällen die sich auch den ganzen Tag lang zogen, so dass sich erst gegen 18:00/19:00 Uhr wieder telefonieren, beziehungsweise im Internet surfen konnte.

Zu Gast bei Freunden!

Wappen der Stadt München.
Wappen der Stadt München.
Wappen der Stadt München.

Ich bin wieder mal dienstlich in der bayrischen Landeshauptstadt München. Dieses Mal durfte ich mir wieder selber ein Hotel aussuchen (und leider auch bezahlen :). Nach meinem letzten großen Reinfall für ca. 250,00 Euro mit dem 5 Sterne Nobelhotel „Grand Sheraton München“ welches eine sehr desaströse Inneneinrichtung hatte und dessen Kritik (ja diese kleinen Bewertungskarten) bis heute unbeantwortet blieb, suche ich mir diesmal besser ein günstigeres und zentrales Hotel in München aus.

Gesagt getan. Über den „Hotel Reservierungs Service“ finde ich schließlich ein preisgünstiges und zentral gelegenes Hotel, welches ca. 8 Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt ist. Es trägt den Namen „Tryp-Hotel München“ und weißt vier Sterne auf. Mit 45,00 Euro die Nacht ist es auch nicht gerade als besonders teuer zu bezeichnen.

Mit Ausnahme des Frühstücksbuffets für 14,00 Euro pro Person, das nicht ganz so den Preis entspricht. In manch einem Café in München bekomme ich für 14,00 Euro mehr geboten als das was das Hotel als Frühstücksbuffet hier anbietet. Zur ausführlichen Hotelkritik des „Tryp-Hotel München“ lesen Sie  bitte hier.

CeBIT 2009 – Der Hermes brennt lichterloh

CeBIT 2009 – Der Hermes brennt lichterloh.

4.300 Aussteller zählte die diesjährige CeBIT – ein Einbruch um 1.500 Firmen bzw. 25% im Vergleich zum Vorjahr. Rd. 400.000 Besucher fanden den Weg nach Hannover – 20% weniger als 2008 (495.000). Die CeBIT verlor seit 2001 fast 50% ihrer Aussteller (’01: 8.300) und mit rd. 200.000 qm mehr als die Hälfte ihrer vermieteten Fläche (’01: 430.000 qm). Damit ist der Branchentreffpunkt bei Ausstellern und Besuchern auf dem Stand von 1990 angekommen und kleiner als die Hannover Messe.

„Die CeBIT hat ihr Versprechen gehalten und für Aufbruchstimmung gesorgt“

Ein Geschäftspartner der Messe AG kommentierte die halbleeren Hallen mit den Worten: „Unterm Dach brennt es lichterloh.“ Ein Aussteller drohte angesichts geringerer Geschäftskontakte, seinen Stand 2010 im besten Fall „per Motorsäge zu halbieren“. Ein lokaler Gastronom kommentierte die DMAG mit den Worten: „Die Messe funktioniert seit 40 Jahren mit der Einstellung, dass Aussteller zu ihr kommen und sie bezahlen“. Der Hermes steht in Flammen. Offiziell heißt das „Hermes Plus“.

Schon für 2008 schätzen Insider einen Verlust von 14 Mio. Euro . Bis heute wurde kein Jahresabschluss veröffentlicht. Der CeBIT-Einbruch 2009 wird für die Messeverantwortlichen zum Desaster. Die roten Zahlen werden dieses und vor allem nächstes Jahr weiter steigen. CeBIT und Hannover Messe stehen für 40% der Erlöse. Im kommenden Jahr rechnen Messeprofis auch noch mit einem Einbruch bei der Industriemesse. Grund: Die Krise kommt bei den Maschinenbauern verzögert an.

„Die Messe hat eine Lernkurve – so glatt wie eine Bowlingbahn“

Die Messegesellschaft reagiert – nicht nur für Laien – unverständlich: Freiflächen werden mit breiteren Gängen, bepflanzten Naherholungszonen, zusätzlichen Messegaststätten und Absperrwänden „optimiert“. Der Austellerschwund wird schöngeredet, Halbzeitzahlen werden verweigert, Besucherzahlen sind plötzlich nicht mehr so wichtig. Im Messeturm gilt ebenso wie bei großen Partnern eine Weiter-so-Mentalität. Obwohl das Flammeninferno nicht erst seit heute droht.

Die Suppe löffeln die Mitarbeiter in Laatzen aus. Das Notprogramm „Hermes Plus“ bis 2014 setzt auf Stellenabbau durch Fluktuation und Einstellungsstopp. 60 Zeitarbeiter werden in diesem Jahr wohl ihren Job verlieren. Auf die verbleibenden Mitarbeiter warten zusätzliche Belastungen. Sie müssen eine „Full-Service-Unit“ aufbauen, die für Aussteller den Messeauftritt plant. Ob halbleere CeBIT-Hallen und Pflanzenschauen eine gute Referenz sind, bleibt allerdings mehr als fraglich.

„Wenn Hannover nicht aufpasst, bekommen sie ein Problem“

Die Deutsche Messe AG gilt als chronischer Patient. Schon mit dem Grausamkeiten-Katalog „Hermes 2010“ wollte sie aus den Schulden kommen und neues Geschäft aufbauen. Während man sich in Düsseldorf und Frankfurt in den Flieger setzte und ins Ausland expandierte, sonnten sich die Messefürsten an der Leine in den unendlichen Weiten ihres Geländes. In der Branche gelten kleinere Landesmessen als „flexibler“. Wer bei Drei nicht auf dem Baum ist, landet zumeist am Rhein oder an der Spree.

Ohne die bekannt gewordene Finanzspritze von 250 Mio. Euro steht die Deutsche Messe auf der Kippe. Ministerpräsident Christian Wulff umschrieb dies als „Gefährdung der Wettbewerbsfähigkeit“. Die Infusion wollen sich Niedersachen und Hannover brüderlich teilen. Pikant: Die Landeshauptstadt will ihren Teil mit Krediten finanzieren. Zudem soll das weltgrößte Messegelände filetiert werden, heißt: Hallen müssen womöglich abgerissen, Flächen im schlimmsten Fall versilbert werden.

Auch wenn sich Ernst Raue und August-Wilhlem Scheer in Hannover alle Mühe gaben, den Aufschwung herbeizureden: Die CeBIT war – unabhängig von der aktuellen Wirtschaftslage – kein Glanzpunkt für das deutsche Messewesen. Zitat eines langjährigen Messe-Profis: „Das ist schlimm für unsere ganze Branche.“ Bleibt zu hoffen, das Berlin mit seinem LinuxTag und Stuttgart mit der IT & Business ihre Chancen nutzen und die Konzepte auf die Zukunft ausrichten.