Modedesigner Jeremy Scott protestiert mit bunten Models

Jeremy Scott: "Das einzig Illegale an diesem Alien ist sein gutes Aussehen!" (Bild: Jeremy Scott)

In Anspielung auf die rigide Migrationspolitik von US-Präsident Donald Trump, der illegale Einwanderer als “Aliens” bezeichnet, hat der italienische Modehersteller Moschino seine beiden Supermodels Gigi Hadid und Kaia Gerber in blauer und grüner Hautfarbe ablichten lassen. Darunter das Statement von Creative Director Jeremy Scott: “Das einzig Illegale an diesem Alien ist sein gutes Aussehen!” Im Social Web löste das eine hitzige Debatte aus. Das Bild sollte eine Diskussion über die restriktive Einwanderungspolitik der USA und den symbolischen Begriff “Alien” auslösen.

 

“Sind sie orange, blau, gelb oder grün? Spielt es eine Rolle? Es sind unsere Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen, Verwandten und Menschen, die wir lieben,” so Jeremy Scott.

Das umstrittene Einreiseverbot für Muslime aus sieben Ländern wurde am Mittwoch vom Obersten Gericht der USA bestätigt. Für Aufregung sorgte zuletzt auch die Trennung der Einwanderer-Kinder von ihren Eltern. Neben Zuspruch hat Scott in erster Linie Kritik auf Instagram geerntet.

“Du willst eine Diskussion anregen? Hör’ auf, dieselben Models in blau anzumalen und es revolutionär zu nennen! Verändere das System und engagiere Models, die repräsentiert werden müssen. Geh’ auf die Straße und mach’ etwas Sinnvolles!”, lautete einer der Kommentare im Social Web. Positives Feedback kommt in Form eine Herz-Emojis von Model Linda Evangelista.

US-Wahlkampf 2016: Kampf der Twitter-Bots

Viele vermeintliche Pro-Trump-Tweets stamme von Bots.

Unglaublich aber wahr, in den USA kommt ein Großteil der Pro-Trump-Tweets von sogenannten Twitter-Bots. Ein Twitter-Bot ist ein Stück Software, ein Programm welches automatisch Texte generiert und dann über Twitter versendet.

Fan zum Schein
Rund ein Drittel aller Tweets von Nutzern, die sich während der TV-Debatte der US-Präsidentschaftskandidaten am 26. September 2016 für Donald Trump ausgesprochen haben, kam von Bots. Das hat eine aktuelle Studie von Forschern der University of Oxford herausgefunden.

Clinton-Bots
Donald Trump wirkte während der Fernsehdebatte sehr populär auf Twitter, doch anscheinend wurde der Hype hauptsächlich generiert als tatsächlich von Fans hervorgerufen, so die Forscher. Mehr als eine halbe Mio. Tweets (rund 33 Prozent) mit Pro-Trump-Statements, die innerhalb des Abends und in den folgenden vier Tagen veröffentlicht wurden, haben Computerprogramme erzeugt.

Auch für die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton feuerten Bots Tweets ab. Doch die rund 137.000 per Computer erzeugten Twitter-Nachrichten innerhalb der gleichen Periode fallen für die Trump-Rivalin erheblich weniger ins Gewicht.

“Reale Leute können ein Script schreiben und einen Algorithmus benutzen, um regelmäßig spezifische Antworten zu twittern”, so Caroline Sanders von IBM. Besonders auf Twitter werden Bots gerne genutzt, um Positionen zu pushen.