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Kreditkarte 2.0: Plastikgeld wird interaktiv

Die interaktive Kreditkarte kommt!

Interaktive Kreditkarte: die "ePlate" der US-Bank UMB (Foto: umb.com)
Interaktive Kreditkarte: die “ePlate” der US-Bank UMB (Foto: umb.com)

Die zunehmende Verbreitung mobiler Bezahlungsmöglichkeiten, die sich unkompliziert und schnell etwa per Smartphone oder Tablet abwickeln lassen, zwingt die Anbieter von klassischen Kreditkarten zum Umdenken. Um den eigenen Kundenstamm nicht zu verlieren, holen internationale Unternehmen wie Visa und US-Banken wie Citigroup oder UMB aber bereits zum Gegenschlag aus: Unter dem Schlagwort “Kreditkarte 2.0” wird eine neue, elektronisch aufgewertete Form des Plastikgeldes angepriesen, die Konsumenten mit zusätzlichen interaktiven Personalisierungs- und Bezahlungs-Features sowie besseren Sicherungsmechanismen locken soll.

“Kreditkarten sind heute vor allem im E-Business-Bereich mit deutlichem Abstand der stärkste Umsatzträger. Durch den aktuellen Trend in Richtung mobiler Payment-Lösungen wie zum Beispiel Handy-Apps laufen sie allerdings Gefahr, bald überflüssig zu werden”, skizziert Christoph Holz, Geschäftsführer von Holzweg e-commerce solutions, derzeitige Situation. Die Entwicklung einer “Kreditkarte 2.0” wertet der Experte als klaren Versuch der jeweiligen Anbieter, die eigene geschäftliche Zukunft zu sichern. “Die Kreditkartengesellschaften haben sich zu lange auf ihrem Ruhm ausgeruht und bekommen nun die starke Konkurrenz neuer Payment-Formen zu spüren. Ich glaube aber nicht, dass sich mit interaktiven Kreditkarten das Ruder noch einmal herumreißen lässt”, so Holz.

Als Pluspunkt gegenüber herkömmlichen Plastikkarten wird zunächst auf die neuen Individualisierungs- und Funktionsmöglichkeiten verwiesen. Die Umsetzungen der einzelnen Anbieter sind dabei sehr unterschiedlich. Die US-Bank UMB hat beispielsweise kürzlich eine neue Technologie namens “ePlate” vorgestellt, die es Konsumenten erlaubt, per Tastendruck auf der Kreditkarte zwischen verschiedenen Bezahlvarianten zu wählen. Je nach Wahl werden dann im Magnetstreifen der Karte unterschiedliche Code-Sequenzen gespeichert und an das zuständige Institut übermittelt.

Von Thorsten Claus

Thorsten Claus is a journalist, innovator and visionary based out of Berlin, Germany. He has accrued more than sixteen years of experience in the fields of IT and tech journalism and he is also the Founder and CEO of TC Media, the Editor-in-Chief of www.moobilux.com and the Co-Founder of www.pitchfreunde.de.

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